Krypto-Steuertools im Vergleich

Krypto-Steuertools im Vergleich
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Für Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen führt niemand automatisch Steuern ab – keine Börse, kein Broker, kein Finanzamt. Die gesamte Aufbereitung liegt bei dir: Anschaffung und Veräußerung je Coin nach FIFO zuordnen, die einjährige Haltefrist je Transaktion prüfen, Staking- und Lending-Erträge von Veräußerungsgewinnen trennen, alles in Euro umrechnen und am Ende korrekt in die Anlage SO eintragen. Bei ein paar Käufen auf einer Börse geht das noch per Hand. Bei mehreren Wallets, DeFi, Airdrops oder ein paar tausend Transaktionen ist es ohne Software praktisch aussichtslos.

Genau dafür gibt es Krypto-Steuertools. Ich habe die aktuell relevanten Anbieter für deutsche Privatanleger verglichen: Preise, Preismodelle, Import-Abdeckung, deutsche Steuerlogik und die Grenzen, die jeder von ihnen hat. Zwei der Tools nutze ich selbst seit Jahren – meine ausführlichen Einzeltests findest du in der CoinTracking-Review und der chain.report-Review.

Das Wichtigste in Kürze

  • Meine Empfehlung für die meisten Anleger: CoinTracking – seit 2012 am Markt, über 400 Integrationen, die tiefste Verankerung im deutschen Steuer-Ökosystem (WISO Steuer, DATEV, SteuerSparErklärung, Beraternetzwerk). Steuerberichte ab 39 € pro Jahr, das Abo deckt alle Steuerjahre ab – und über meinen Link gibt es bis zu 15 % Rabatt.
  • Mein persönlicher Platz 2: chain.report – deutschsprachig, angenehm einfach, faire Staffel: 59 € pro Steuerjahr für bis zu 5.000 Transaktionen. Wer gar nichts selbst machen will, bucht den Full Service (89 € Anzahlung, danach individuelles Angebot). Über meinen Link gibt es 10 % Rabatt.
  • Stärkster Verfolger: Blockpit – das modernste Produkt im Feld, Steuerberichte nach offiziellen BMF-Vorgaben mit ausgefüllten Formularen und WISO-Export. Aber: Jedes Steuerjahr kostet eine eigene Lizenz (49 bis 549 €).
  • Am nächsten am Formular: Divly – benennt als einziger internationaler Anbieter Anlage SO, Anlage KAP, ELSTER und WISO Steuer ausdrücklich, ab 39 € pro Steuerjahr.
  • Für DeFi- und NFT-lastige Portfolios: Koinly (1.000+ Integrationen, ab 49 $) oder Kryptos (5.500+ Integrationen, ab 39 $) – beide mit sehr breiter Abdeckung, aber weniger „Finanzamt-nah" als die DACH-Spezialisten.
  • Für Trade-Republic-Nutzer: Waltio – liest sogar die Trade-Republic-PDFs per KI ein und erklärt die deutschen Regeln ungewöhnlich gründlich, ab 39 €.
  • Für Coinbase- und App-Fans: CoinTracker – starkes Mobile-Erlebnis und inzwischen echte Deutschland-Reports, aber US-geprägt; die Voreinstellung der Berechnungsmethode musst du prüfen.
  • Wichtigstes Auswahlkriterium neben dem Preis: das Preismodell. CoinTracking lizenziert nach Gesamthistorie (alle Jahre drin), Blockpit, Divly, Koinly & Co. verkaufen jede Steuerjahr-Lizenz einzeln. Je nachdem, wie viele Jahre du aufarbeiten musst, dreht sich die Rechnung komplett.
  • Steuerlich gilt: Nach über einem Jahr Haltefrist sind Veräußerungsgewinne steuerfrei; darunter greift dein persönlicher Steuersatz. Freigrenzen: 1.000 € für private Veräußerungsgeschäfte, 256 € für sonstige Einkünfte wie Staking-Rewards – jeweils pro Jahr, und wer drüber liegt, versteuert den vollen Betrag.

Keine Steuerberatung. Ich bin kein Steuerberater. Dieser Vergleich betrachtet Software, keine steuerlichen Einzelfälle. Alle Angaben zu Preisen und Funktionen stammen von den Anbieterseiten (Stand: 26. Juli 2026) und können sich jederzeit ändern – prüfe sie vor dem Kauf selbst nach. Auch die Anbieter selbst schließen eine Gewähr für die Richtigkeit ihrer Berechnungen aus.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Für deine individuelle steuerliche Situation wende dich bitte an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein.

Zuerst prüfen: Brauchst du überhaupt ein Steuertool?

Nicht jeder braucht Software. Wenn du im ganzen Jahr eine Handvoll Käufe auf einer einzigen Börse getätigt und nichts verkauft, getauscht oder verliehen hast, reicht ein sauber geführtes Kauf-Journal – zu versteuern gibt es dann ohnehin nichts. Auch wer konsequent länger als ein Jahr hält und keine laufenden Erträge erzielt, verkauft steuerfrei und muss die Gewinne nicht einmal in die Steuererklärung eintragen.

Die Rechnung kippt, sobald eine dieser Zutaten dazukommt: mehrere Börsen oder Wallets (die Anschaffungsdaten wandern beim Transfer mit), Coin-zu-Coin-Tausch (jeder Tausch ist steuerlich eine Veräußerung – auch BTC gegen ETH oder ein Swap in einen Stablecoin), Staking, Lending oder Airdrops (sonstige Einkünfte, eigene Freigrenze, eigene Zeile), DeFi und NFTs oder schlicht viele Transaktionen. Dann musst du für jede einzelne Veräußerung wissen, wann und zu welchem Kurs die verkauften Coins angeschafft wurden – über alle Wallets und Jahre hinweg. Genau diese Kettenrechnung ist der Job der Tools: Sie importieren alle Konten, ordnen Transfers zu, rechnen nach FIFO und werfen am Ende einen Report aus, dessen Summen du in die Steuererklärung überträgst.

Dazu kommt ein Zeitfaktor: Seit dem 1. Januar 2026 gelten mit DAC8/CARF EU-weite Meldepflichten – Krypto-Dienstleister melden Kundendaten und Transaktionen an die Steuerbehörden, der erste Datenaustausch läuft 2027. Das Finanzamt wird künftig also von sich aus wissen, dass du handelst. Wer Altjahre aufzuarbeiten hat, ist mit einer sauberen, belegbaren Aufstellung deutlich besser aufgestellt – mehr dazu in meinem Artikel zum Fragebogen des Finanzamts zu Kryptowährungen.

Faustregel: Eine Börse, reine Käufe oder Haltedauer über ein Jahr – kein Tool nötig, ein Portfolio-Tracker im Gratis-Tarif genügt für den Überblick. Ab dem ersten Coin-zu-Coin-Tausch, bei Staking/Lending oder mehreren Wallets spart dir ein Tool sehr viel Zeit und reduziert das Fehlerrisiko deutlich. Und: Die Steuererklärung 2025 ist ohne Steuerberater bis zum 31. Juli 2026 fällig.

Worauf es bei einem Krypto-Steuertool wirklich ankommt

Fast alle Anbieter arbeiten nach demselben Grundprinzip: Börsen per API anbinden, Wallet-Adressen auslesen, CSV-Dateien hochladen, dann Transfers und Preislücken bereinigen und am Ende einen Report erzeugen. Die Unterschiede stecken in vier Punkten, die man auf den Preisseiten leicht übersieht:

Deutsche Steuerlogik. Haltefrist je Anschaffung, FIFO-Verbrauchsfolge, die Trennung von Veräußerungsgewinnen (§ 23 EStG) und sonstigen Einkünften (§ 22 Nr. 3 EStG), Freigrenzen statt Freibeträge – ein Tool, das nur „Capital Gains” nach US-Logik rechnet, hilft dir vor dem deutschen Finanzamt wenig. Die DACH-Spezialisten bilden das sauber ab, bei internationalen Tools musst du die Länder-Einstellung prüfen.

Die letzte Meile zum Formular. Ein PDF mit einer Jahressumme ist nett; besser ist ein Report, der dir sagt, welcher Betrag in welche Zeile der Anlage SO gehört – oder gleich ein Export für WISO Steuer, SteuerSparErklärung oder die Übergabe an DATEV. Hier trennt sich das Feld am deutlichsten.

Das Preismodell. Zwei Welten: CoinTracking lizenziert nach der Größe deiner Gesamthistorie – ein Abo, alle Steuerjahre inklusive. Blockpit, Divly, Koinly, CoinLedger & Co. verkaufen jede Steuerjahr-Lizenz einzeln. Wer nur das aktuelle Jahr erklärt, fährt mit Einzellizenzen oft günstiger; wer drei Altjahre nachdeklariert, zahlt dort schnell das Drei- bis Vierfache.

Nachweisbarkeit. Wenn das Finanzamt nachfragt, brauchst du Einzelnachweise pro Transaktion und im Zweifel einen Mittelherkunftsnachweis für Bank oder Börse. Source-of-Funds-Reports bieten derzeit nur CoinTracking und Blockpit an.

Die Krypto-Steuertools im Direktvergleich

Die folgende Matrix fasst die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zusammen. Entscheidend sind vor allem drei Zeilen: Preismodell (Abo über die Gesamthistorie oder Einzellizenz je Steuerjahr?), Deutschland-Funktionen (kommt der Report bis ans Formular?) und Sitz & Datenverarbeitung.

Kriterium
Preis Steuerbericht
Preismodell
Kostenlos nutzbar
Integrationen
DeFi & NFT
Deutschland-Funktionen
Sitz & Datenverarbeitung
Platz 1 · Empfehlung CoinTracking cointracking.info Zum Anbieter * bis zu 15 % Rabatt über meinen Link
Preis Steuerbericht39 / 129 / 219 / 769 € pro Jahr
PreismodellAbo – alle Steuerjahre inklusive
Kostenlos nutzbarPortfolio-Ansicht
+ 7-Tage-Test mit allen Importen
Integrationen400+ Börsen & Wallets
API, CSV, Blockchain-Import
DeFi & NFTja
Deutschland-FunktionenWISO · DATEV · SSE
Beraternetzwerk, Full Service, Herkunftsnachweis
Sitz & DatenverarbeitungDeutschland (München)
Platz 2 chain.report chain.report Zum Anbieter * 10 % Rabatt über meinen Link
Preis Steuerbericht59 € (5.000 Trans.)
189 € (25.000 Trans.)
Preismodellje Steuerjahr, Reports danach unbegrenzt
Full Service: 89 € Anzahlung
Kostenlos nutzbarErfassen & Portfolio
Kosten erst beim Report
Integrationengängige Börsen per API,
Datei-Import, Wallets
DeFi & NFTStaking · Lending · Liquidity Mining
NFT nicht ausgewiesen
Deutschland-FunktionenPDF-Report fürs Finanzamt
FIFO/LIFO je Konto, Full Service, Partnerkanzleien
Sitz & DatenverarbeitungUSA (Clean Bytes LLC, Florida)
Platz 3 Blockpit blockpit.io
Preis Steuerbericht49 / 99 / 149 / 229 / 549 €
PreismodellEinzellizenz je Steuerjahr
Plus-Abo 3,99 €/Monat optional
Kostenlos nutzbarPortfolio-Tracking
unbegrenzte Importe
Integrationen160+ Börsen · 190+ Chains
2.500+ dApps
DeFi & NFTja
Deutschland-FunktionenBMF-Vorgaben · WISO-Export
ausgefüllte Formulare, Haltefrist-Tracker, Mittelherkunft
Sitz & DatenverarbeitungÖsterreich (Linz)
Platz 4 Divly divly.com
Preis Steuerberichtab 39 € je Steuerjahr
(nach Transaktionszahl)
PreismodellEinzellizenz je Steuerjahr, kein Abo
Kostenlos nutzbarPortfolio
bis 25.000 Trans­aktionen
Integrationen200+ Börsen & Wallets
API, CSV, Wallet-Adresse
DeFi & NFTja
Deutschland-FunktionenAnlage SO & KAP · ELSTER · WISO-CSV
Sitz & DatenverarbeitungSchweden (Stockholm)
Platz 5 Koinly koinly.io
Preis Steuerbericht49 / 99 / ab 199 $ je Steuerjahr
PreismodellEinzellizenz je Steuerjahr
Kostenlos nutzbarPortfolio
bis 10.000 Trans­aktionen
Integrationen1.000+ Integrationen
7.200+ DeFi-Protokolle
DeFi & NFTja
Deutschland-FunktionenDE-Report & ELSTER-Guide
kein WISO-/DATEV-Export
Sitz & Datenverarbeitunginternational
Platz 6 Waltio waltio.com
Preis Steuerbericht39 / 99 / 249 / 999 € je Steuerjahr
PreismodellEinzellizenz je Steuerjahr
Kostenlos nutzbarSync & Portfolio
Integrationen700+ Integrationen
Trade-Republic-PDF per KI
DeFi & NFTja
Deutschland-FunktionenAnlage-SO- & ELSTER-Guides
keine WISO-/DATEV-Anbindung
Sitz & DatenverarbeitungFrankreich
Platz 7 CoinTracker cointracker.io
Preis Steuerberichtab 59 $ bis 1.999 $ pro Jahr
PreismodellAbo, gestaffelt nach Trans­aktionen des Vorjahres
Kostenlos nutzbarBasis-Portfolio
Integrationen800+ Börsen, Wallets & Chains
DeFi & NFTja
Deutschland-FunktionenGermany-Reports, Anlage-SO-Vorbereitung
WISO-CSV „wo verfügbar"
Sitz & DatenverarbeitungUSA
Platz 8 Kryptos kryptos.io
Preis Steuerbericht39 / 69 / 129 / 249 $ pro Jahr
PreismodellAbo, jährlich oder quartalsweise
Kostenlos nutzbarbis 100 Trans­aktionen
Integrationen5.500+ Integrationen
150+ Blockchains
DeFi & NFTja
Deutschland-Funktionen„Anlage SO ready", FIFO nach dt. Regeln
kein WISO/DATEV
Sitz & Datenverarbeitunginternational
Platz 9 Coinpanda coinpanda.io
Preis Steuerbericht79 / 149 / 249 / 389 $ pro Jahr
PreismodellJahresplan, laut Anbieter Reports für alle Jahre
Kostenlos nutzbarImport & Portfolio
Zahlung erst beim Report
Integrationen800+ Börsen, Wallets & Chains
DeFi & NFTja
Deutschland-FunktionenDE unterstützt
keine Anlage-SO-/WISO-Doku
Sitz & DatenverarbeitungNorwegen
Platz 10 CoinLedger coinledger.io
Preis Steuerbericht49 / 99 / ab 199 $ je Steuerjahr
PreismodellEinzellizenz je Steuerjahr
Kostenlos nutzbarPortfolio
Integrationen1.000+ Integrationen
DeFi & NFTja, inkl. Margin
Deutschland-FunktionenGermany-Guide, PDF/CSV
keine Formular-/WISO-Doku
Sitz & DatenverarbeitungUSA

Preise und Funktionsangaben laut Anbieterseiten, Stand 26. Juli 2026 · Dollar-Preise zzgl. Umrechnung

Die Tools im Einzelnen

Platz 1 · Empfehlung

CoinTracking

cointracking.info · CoinTracking GmbH, München · seit 2012 · Cloud-SaaS

39 – 769 € pro Jahr · ein Abo, alle Steuerjahre inklusive

Der Pionier unter den Krypto-Steuertools und bis heute die am tiefsten im deutschsprachigen Markt verankerte Plattform: seit 2012 am Markt, nach eigenen Angaben über 2,2 Millionen Nutzer, betrieben von der CoinTracking GmbH aus München. Ich nutze CoinTracking selbst seit Jahren für meine eigene Krypto-Steuererklärung – wie mein Workflow aussieht, zeige ich in meiner CoinTracking-Review und in der Anleitung zum Steuerbericht.

Der entscheidende Unterschied zu fast allen Wettbewerbern ist das Preismodell: Du zahlst nicht pro Steuerjahr, sondern für die Größe deiner gesamten importierten Historie – und kannst dann Steuerberichte für jedes beliebige Jahr erzeugen. Wer 2021 bis 2024 nachdeklarieren muss, zahlt bei CoinTracking einmal, bei Anbietern mit Einzellizenzen vier Mal. Dazu gibt es Zwei-Jahres- und Lifetime-Optionen.

Für die letzte Meile Richtung Finanzamt ist CoinTracking im Vergleich am breitesten aufgestellt: Der deutsche Steuerbericht rechnet nach FIFO mit Haltefristlogik, und die Ergebnisse lassen sich für WISO Steuer und die SteuerSparErklärung exportieren oder DATEV-kompatibel an den Steuerberater übergeben. Wer nicht selbst abrechnen will, bucht den deutschen Full Service; für komplexe Fälle arbeitet CoinTracking mit der Kanzlei WINHELLER und einem eigenen Beraternetzwerk zusammen.

Was CoinTracking abdeckt

  • Über 400 Börsen und Wallets per API, CSV oder direktem Blockchain-Import, inklusive DeFi und NFTs
  • 25+ Berichte: realisierte und unrealisierte Gewinne, Haltefristen je Coin, Einkünfte aus Staking/Lending/Mining, Gebühren, Audit-Trail
  • Deutscher Steuerbericht mit FIFO und Haltefrist-Betrachtung, dazu Berichte für über 100 Länder
  • WISO-, SteuerSparErklärung- und DATEV-kompatible Exporte plus PDF/Excel für den Berater
  • Herkunftsnachweis (Source of Funds) ab dem Pro-Tarif – hilfreich, wenn Bank oder Börse nach der Mittelherkunft fragen
  • Steueroptimierung: welche Coins sind schon über ein Jahr im Bestand und damit steuerfrei verkaufbar
  • Neuere Extras wie Datei-Konverter und KI-Steuersparer in den größeren Tarifen

Die Tarife

Free0 €Portfolio-Ansicht · 7-Tage-Test mit unbegrenzten Importen
Starter39 €/Jahrbis 200 Transaktionen · Steuerberichte inklusive
Pro129 €/Jahrbis 3.500 Transaktionen · Auto-Sync · Herkunftsnachweis
Expert219 €/Jahr20.000 bis 100.000 Transaktionen · priorisierter Support
Unlimited769 €/Jahrunbegrenzte Transaktionen · erweiterte Tools · Experten-Sitzung

Die Transaktionsgrenzen beziehen sich auf deine gesamte importierte Historie, nicht auf ein einzelnes Steuerjahr – dafür sind Steuerberichte für alle Jahre im Abo enthalten. Zum Vergleich: Vier einzelne Jahres-Lizenzen à 99 bis 149 € kosten anderswo 400 bis 600 €.

Anbieter & Daten: Betreiberin ist die CoinTracking GmbH mit Sitz in München – vollständiges Impressum, deutscher Support, deutsche Rechnungsstellung. API-Schlüssel werden nur mit Leserechten eingebunden; deine Börsen-Logins bekommt das Tool nie.

Auch für den Steuerberater

Über das Berater-Programm arbeiten Steuerkanzleien direkt mit deinen CoinTracking-Daten; für schwierige Fälle (Altjahre, DeFi-Chaos, Verlustvorträge) gibt es den Full Service mit persönlicher Betreuung.

Bis zu 15 % Rabatt sichern *

  • CoinTracking bietet enorm viele Funktionen – dadurch wirkt die Oberfläche am Anfang schnell unübersichtlich. Plane etwas Einarbeitungszeit ein; die wichtigsten Handgriffe zeige ich Schritt für Schritt in meinen Tutorial-Videos.
  • Der Tarif richtet sich nach der Zahl aller importierten Transaktionen, nicht nur nach denen des aktuellen Steuerjahres. Wer viele alte Transaktionen hat, aber nur ein einzelnes Jahr erklären möchte, braucht deshalb unter Umständen einen größeren Tarif – und fährt dann mit einer Jahres-Lizenz der Konkurrenz günstiger.
  • Der Free-Tarif ist laut aktueller Preisseite eine reine Portfolio-Ansicht plus 7-Tage-Test – ältere Angaben, nach denen bis zu 200 Transaktionen dauerhaft kostenlos inklusive Steuerbericht waren, finden sich dort nicht mehr.
Platz 2 · Einsteiger-Favorit

chain.report

chain.report · Clean Bytes LLC, Fort Lauderdale (USA) · Cloud, deutschsprachig

59 € (5.000 Trans.) / 189 € (25.000 Trans.) je Steuerjahr · Full Service ab 89 € Anzahlung

Das Tool, das ich neben CoinTracking selbst im Einsatz habe – ausführlich getestet in meiner chain.report-Review samt Video. chain.report ist komplett deutschsprachig, deutlich schlanker als die großen Plattformen und rechnet nach Konten getrenntem FIFO oder LIFO. Das Erfassen der Transaktionen ist kostenlos, bezahlt wird erst der Steuerreport – und die Staffel ist die fairste im Vergleich: 5.000 Transaktionen für 59 € bekommst du bei keinem anderen Anbieter; Blockpit verlangt für 3.000 Transaktionen 149 €, Koinly ab 199 $.

  • Spot- und Margin-Trades, Futures, Lending, Staking und Liquidity Mining werden abgedeckt; laut Anbieter ist der Report „bewährt in Steuerprüfungen"
  • Full Service: Du pflegst deine Wallets ein, das Team analysiert dein Konto und erstellt nach individuellem Angebot den kompletten Steuerreport (89 € Anzahlung, wird verrechnet)
  • Pro gekauftem Steuerjahr beliebig viele Reports; Echtzeit-Chat-Support und CSV-Export im Trader-Tarif
  • Auch für Firmen nutzbar, dazu ein Partnerkanzlei-Programm für Steuerberater mit Krypto-Fokus und eine mobile App
  • Über meinen Link * gibt es 10 % Rabatt auf den Steuerreport
  • Betreiberin ist laut Impressum die Clean Bytes LLC aus Florida – wo die Daten gehostet werden, weist die Website nicht aus; wer Wert auf einen EU-Anbieter legt, schaut zu CoinTracking oder Blockpit
  • Kein WISO-, ELSTER- oder DATEV-Export – du bekommst einen PDF-Report, dessen Summen du selbst überträgst
  • NFT-Handel wird auf der Website nicht ausgewiesen, die Integrationsliste ist kleiner als bei den großen Plattformen

Ideal für: Einsteiger und Anleger mit CeFi-lastigem Depot, die es deutschsprachig und unkompliziert wollen – oder die Steuererklärung gleich komplett abgeben möchten.

Platz 3

Blockpit

blockpit.io · Blockpit GmbH, Linz (Österreich) · Cloud-SaaS

49 – 549 € je Steuerjahr · Portfolio-Tracking kostenlos

Der modernste Anbieter im Feld und CoinTrackings schärfster Konkurrent im DACH-Raum. Blockpit hat 2023 den Schweizer Wettbewerber Accointing übernommen und positioniert sich klar als Compliance-Produkt: Steuerberichte nach offiziellen BMF-Vorgaben, entwickelt in Kooperation mit großen Prüfungsgesellschaften, inklusive fertig ausgefüllter Formulare und Erläuterungen für das Finanzamt.

  • 160+ Börsen, 190+ Blockchains, 2.500+ dApps; sehr gute automatische Kategorisierung, Migrationsservice von CoinTracking, Koinly und Accointing
  • WISO-Export, fertig ausgefüllte Steuerformulare und ein Haltefrist-Tracker speziell für die deutsche Ein-Jahres-Regel
  • Mittelherkunftsnachweis für 19,99 € pro Bericht – der günstigste Source-of-Funds-Einstieg im Vergleich
  • Experten-Support ab 99 €, Netzwerk zertifizierter Steuerberater, EU-Anbieter aus Österreich
  • Jedes Steuerjahr kostet eine eigene Lizenz – drei Altjahre nachdeklarieren heißt drei Mal zahlen
  • Der kleinste Report (49 €) deckt nur 50 Transaktionen ab; schon ein Sparplan sprengt das schnell
  • Steueroptimierung und Haltefrist-Tracker stecken im separaten Plus-Abo (3,99 €/Monat, jährlich abgerechnet)

Ideal für: aktive Anleger mit DeFi/NFT-Anteil, die ein poliertes Produkt mit Formular-Ausgabe wollen und nur wenige Jahre erklären müssen.

Platz 4

Divly

divly.com · Divly AB, Stockholm · Cloud-SaaS

ab 39 € je Steuerjahr · Portfolio bis 25.000 Transaktionen kostenlos

Der Spezialist für die deutsche „Filing-Strecke": Kein anderer internationaler Anbieter dokumentiert so präzise, welcher Betrag in welche Zeile von Anlage SO und Anlage KAP gehört, wie die Abgabe über ELSTER funktioniert und wie der CSV-Export in WISO Steuer wandert. Bezahlt wird einmalig pro Steuerjahr, ohne Abo.

  • Lokalisierte Reports in der Amtssprache, ausdrücklich mit Anlage SO, Anlage KAP, ELSTER-Anleitung und WISO-Steuer-CSV
  • 200+ Börsen und Wallets per API/OAuth, CSV/XLSX, Custom File oder Wallet-Adresse
  • Abgestufte Hilfe: Expert Review für 99 €, Full Service für 499 €
  • Weniger Analyse-Cockpit als CoinTracking oder Blockpit – Divly will primär die Steuererklärung erledigen, nicht das Portfolio verwalten
  • Kleinere Integrationsliste; sehr exotische Chains vorab prüfen

Ideal für: Privatanleger, die vor allem eines wollen: die deutsche Steuererklärung korrekt und mit klarer Anleitung abgeben.

Platz 5

Koinly

koinly.io · international · Cloud-SaaS

49 / 99 / ab 199 $ je Steuerjahr · Portfolio bis 10.000 Transaktionen kostenlos

Der wohl stärkste internationale Allrounder: über 1.000 direkte Integrationen, mehr als 7.200 DeFi-Protokolle, xPub-Import für Bitcoin-Wallets und eine sehr aufgeräumte Oberfläche. Für Deutschland gibt es einen spezialisierten Steuerreport und einen eigenen ELSTER-Leitfaden; gerechnet wird standardmäßig nach der im Wohnsitzland empfohlenen Methode.

  • Enorme Abdeckung – wer auf exotischen Chains unterwegs ist, findet hier am ehesten alles wieder
  • Kostenloser Plan mit bis zu 10.000 Transaktionen zum Prüfen der Daten, bezahlt wird erst der Report
  • Migration aus anderen Tools, Accountant-Portal für die Zusammenarbeit mit dem Berater
  • Preise in US-Dollar; keine WISO- oder DATEV-Anbindung
  • Deutsche Lokalisierung stellenweise unvollständig – die Oberfläche bleibt englisch geprägt

Ideal für: DeFi- und NFT-Power-User mit internationalem Portfolio, die maximale Coverage vor Formularnähe stellen.

Platz 6

Waltio

waltio.com · Waltio SAS, Frankreich · Cloud-SaaS

39 / 99 / 249 / 999 € je Steuerjahr · Sync & Portfolio kostenlos

Der französische Anbieter hat sich in den letzten Jahren bemerkenswert stark auf Deutschland eingestellt: Das Hilfe-Center erklärt Zwölf-Monats-Haltefrist, die 1.000-€- und die 256-€-Freigrenze und die Abgabe über ELSTER samt Anlage SO Punkt für Punkt. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der Import von Trade-Republic-PDFs per KI – für alle interessant, die ihre Krypto beim Neobroker halten.

  • 700+ Integrationen; Syncing und Portfolio-Tracking kostenlos, bezahlt wird erst der Report
  • Sehr gute deutschsprachige Erklärtexte zur Steuerlogik – hilfreich, wenn du zum ersten Mal abgibst
  • Trade-Republic-PDF-Verarbeitung, die sonst kaum ein Tool sauber beherrscht
  • Keine WISO- oder DATEV-Anbindung; der Unlimited-Tarif (999 €) ist happig
  • Kern-Community und Support-Fokus liegen weiterhin in Frankreich

Ideal für: Privatanleger mit Trade Republic oder Erklärbedarf, die eine geführte, gut dokumentierte Abgabe wollen.

Platz 7

CoinTracker

cointracker.io · USA · Cloud-SaaS, stark Mobile-orientiert

ab 59 $ bis 1.999 $ pro Jahr · Basis-Portfolio kostenlos

Der Coinbase-Partner unter den Steuertools, mit dem stärksten App-Erlebnis im Vergleich. Die Deutschland-Unterstützung ist inzwischen deutlich besser als ihr Ruf: Es gibt eigene Germany-Reports mit Anlage-SO-Vorbereitung, Guides zu Airdrops und Haltefristen sowie WISO-CSV-Unterstützung „wo verfügbar".

  • 800+ Börsen, Wallets und Blockchains; sehr enge Coinbase-Integration
  • Germany-Reports mit wallet-bezogener FIFO-Betrachtung laut Deutschland-Guide
  • Achtung Voreinstellung: Bei Nicht-US-Konten kann die Berechnungsmethode auf HIFO stehen – für die deutsche Erklärung musst du FIFO aktiv prüfen und setzen
  • Abo-Modell, gestaffelt nach den Transaktionen des Vorjahres; die großen Tarife werden schnell teuer
  • Produkt und Support bleiben US-geprägt, Preise in Dollar

Ideal für: Coinbase- und App-Nutzer mit überschaubarem Depot, die Tracking und Steuer in einer Mobile-App wollen.

Platz 8

Kryptos

kryptos.io · international · Cloud-SaaS

39 / 69 / 129 / 249 $ pro Jahr · bis 100 Transaktionen kostenlos

Technisch eines der ambitioniertesten Produkte im Feld: über 5.500 Integrationen, 150+ Blockchains, 35+ Jurisdiktionen und eine eigene Deutschland-Seite, die mit FIFO nach deutschen Regeln, Ein-Jahres-Haltefrist und „Anlage SO ready" wirbt. Dazu kommt eine starke Business-Schiene mit Xero- und QuickBooks-Anbindung für Web3-Teams.

  • Größte Integrationszahl im Vergleich – interessant für sehr breite, DeFi-lastige Portfolios
  • Dauerhaft kostenloser Einstieg bis 100 Transaktionen
  • Enterprise-Funktionen (Treasury, Invoicing, FASB/IFRS) für semi-professionelle Nutzer
  • Kaum unabhängige deutschsprachige Erfahrungsberichte; die Deutschland-Angaben sind vor allem Anbieterangaben
  • Kein WISO-/DATEV-Export, Preise in Dollar

Ideal für: DeFi-Heavy-User und Web3-Teams mit internationalem Fokus, die deutsche Formularnähe nicht priorisieren.

Platz 9

Coinpanda

coinpanda.io · Norwegen · Cloud-SaaS

79 / 149 / 249 / 389 $ pro Jahr · Import & Portfolio kostenlos

Ein solider, preislich gut lesbarer Generalist: importieren, prüfen und Portfolio verfolgen ist kostenlos, bezahlt wird erst beim Report-Download. Deutschland wird als eines von über 65 Ländern mit länderspezifischen Reports unterstützt, und laut Anbieter sind Reports für alle Jahre im Plan enthalten.

  • 800+ Börsen, Wallets und Blockchains; FIFO, LIFO, HIFO und ACB wählbar
  • Transparente Staffel, Upgrade gegen Aufpreis-Differenz mitten im Jahr möglich
  • Die „letzte Meile" für Deutschland ist dünn dokumentiert – keine Anlage-SO-, ELSTER- oder WISO-Doku wie bei Divly oder Blockpit
  • Preise in Dollar und für kleine Depots vergleichsweise hoch (100 Transaktionen: 79 $)

Ideal für: preisbewusste, international gestreute Anleger, denen ein generischer Länder-Report reicht.

Platz 10

CoinLedger

coinledger.io · USA · Cloud-SaaS

49 / 99 / ab 199 $ je Steuerjahr · Portfolio kostenlos

Ein sehr benutzerfreundlicher US-Generalist mit über 1.000 Integrationen, unbegrenzten Wallet-Syncs und einem übersichtlichen Einstieg. Für Deutschland gibt es einen Guide und internationale Reports; die eigentliche Stärke – die tiefe Integration in TurboTax, H&R Block und andere US-Steuersoftware – nützt deutschen Anlegern allerdings wenig.

  • Sehr einfache Bedienung, 14 Tage Geld-zurück-Garantie
  • DeFi, NFTs und Margin-Trading inklusive, mehrere Cost-Basis-Methoden
  • Deutschlandspezifische Formulare oder WISO-/DATEV-Exporte sind nicht dokumentiert – es bleibt beim PDF/CSV für die manuelle Übertragung
  • Klarer US-Fokus in Produkt, Support und Preisgestaltung

Ideal für: Einsteiger mit einfachem, internationalem Portfolio, die ein besonders zugängliches UI schätzen.

Zu CoinTracking – bis zu 15 % Rabatt *

Warum die „letzte Meile” zum Finanzamt über die Toolwahl entscheidet

Fast jedes Tool wirbt mit „Germany supported”. Der Unterschied zeigt sich erst danach: Sagt dir der Report, welcher Betrag in welche Zeile der Anlage SO gehört? Gibt es einen Export für WISO Steuer oder die Übergabe an den Berater? Und bekommst du einen Mittelherkunftsnachweis, wenn deine Bank bei der Auszahlung nachfragt? Genau hier trennt sich das Feld:

ToolAnlage-SO-ZuordnungWISO-ExportMittelherkunftSteuerberater-Anbindung
CoinTrackingjaja, + SSE & DATEVja, ab ProNetzwerk + Full Service
chain.reportPDF-SummenneinneinFull Service + Partnerkanzleien
Blockpitja, ausgefüllte Formularejaja, 19,99 €/Berichtzertifizierte Berater
Divlyja, mit Zeilen-Anleitungja, CSVneinTeilen per Link
KoinlyDE-Report, ohne ZeilenneinneinAccountant-Portal
WaltioGuide, ohne Zeilen-ExportneinneinAdvisor-Angebot
CoinTrackerVorbereitung laut Guide„wo verfügbar"neinPDF/CSV
Kryptos„Anlage SO ready"neinneinAccountant-Reports
Coinpandanicht dokumentiertneinneinAccountant Suite
CoinLedgernicht dokumentiertneinneinPDF/CSV

Angaben laut öffentlicher Anbieterdokumentation, Stand 26. Juli 2026 · SSE = SteuerSparErklärung

Auffällig ist, wie klein der Kreis wird, sobald es konkret wird: Eine belastbare WISO-Anbindung haben nur CoinTracking, Blockpit und Divly. Einen Mittelherkunftsnachweis bieten nur CoinTracking und Blockpit. Wenn dir einer dieser Punkte wichtig ist, ist deine Auswahl faktisch schon getroffen, bevor du eine einzige Preisstaffel vergleichst.

Welches Tool passt zu dir?

Ich kaufe nur auf einer Börse und halte langfristig

Vermutlich brauchst du (noch) gar kein Bezahl-Tool. Ein kostenloser Portfolio-Tarif – CoinTracking, Blockpit oder Koinly – reicht für den Überblick, und nach über einem Jahr Haltefrist verkaufst du steuerfrei.

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal getauscht oder verkauft

chain.report ist der einfachste deutschsprachige Einstieg: kostenlos erfassen, prüfen, und nur wenn wirklich etwas zu erklären ist, den Report für 59 € kaufen. Alternativ Divly, wenn du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bis in die Anlage SO willst.

Ich trade aktiv über mehrere Börsen und Wallets

CoinTracking: Auto-Sync, 400+ Integrationen und Berichte, die auch bei fünfstelligen Transaktionszahlen belastbar bleiben. Der Pro-Tarif (129 €, bis 3.500 Transaktionen der Gesamthistorie) ist der übliche Startpunkt.

Ich muss mehrere Altjahre nachdeklarieren

Klarer Fall für CoinTracking: Ein Abo deckt alle Steuerjahre ab. Bei Blockpit, Divly oder Koinly kaufst du für jedes Jahr eine eigene Lizenz – bei drei Altjahren zahlst du dort schnell das Mehrfache.

Ich bin tief in DeFi und NFTs unterwegs

Koinly (7.200+ DeFi-Protokolle) oder Kryptos (5.500+ Integrationen) finden am ehesten alle deine Transaktionen wieder. Rechne den deutschen Report danach einmal gegen – zum Beispiel im kostenlosen Portfolio-Tarif von Blockpit.

Ich habe Staking- oder Lending-Erträge

Achte darauf, dass das Tool Erträge (sonstige Einkünfte, 256-€-Freigrenze) sauber von Veräußerungen (1.000-€-Freigrenze) trennt. CoinTracking, Blockpit und Divly weisen beide Kategorien getrennt aus.

Meine Krypto liegt bei Trade Republic

Waltio liest die Trade-Republic-PDFs per KI ein – das erspart dir die manuelle Nacherfassung, an der andere Tools hier scheitern.

Ich nutze hauptsächlich Coinbase und will alles in einer App

CoinTracker ist als Coinbase-Partner die naheliegende Wahl. Stelle nur sicher, dass die Berechnungsmethode für Deutschland auf FIFO steht – die Voreinstellung kann HIFO sein.

Ich will das Thema komplett abgeben

chain.report Full Service (89 € Anzahlung, dann individuelles Angebot) oder der Full Service von CoinTracking. Bei vierstelligen Steuerberater-Honoraren für Krypto-Fälle sind beide oft die günstigere Route.

Meine Bank fragt nach der Herkunft der Coins

Blockpit erstellt einen strukturierten Mittelherkunftsnachweis für 19,99 € pro Bericht; bei CoinTracking ist der Herkunftsnachweis ab dem Pro-Tarif enthalten.

Ich arbeite mit einem Steuerberater oder WISO Steuer

CoinTracking (WISO, SteuerSparErklärung, DATEV, Beraternetzwerk) oder Blockpit (WISO-Export, zertifizierte Berater). Divly liefert immerhin die WISO-CSV.

Ich handle über eine Firma

chain.report richtet sich ausdrücklich auch an deutsche Firmen, CoinTracking bietet DATEV-kompatible Exporte fürs Rechnungswesen, und Kryptos bringt Xero-/QuickBooks-Anbindung mit. Kläre den konkreten Buchungsweg vorab mit deiner Kanzlei.

Sechs Dinge, die du vor dem Kauf prüfen solltest

1. Zähle deine Transaktionen – großzügig. Jeder Kauf, Verkauf, Tausch, Transfer, jede Gebühr und jeder Staking-Reward zählt als Transaktion. Ein DCA-Sparplan mit wöchentlicher Ausführung produziert allein 52 Stück pro Jahr und Börse. Die Staffelgrenzen (Blockpit: 50 für 49 €; CoinTracking Starter: 200 über die Gesamthistorie) sind schneller erreicht, als du denkst.

2. Rechne das Preismodell auf deine Situation. Nur das aktuelle Jahr, wenige Transaktionen? Einzellizenz (Divly ab 39 €, Blockpit ab 49 €, chain.report 59 €). Mehrere Jahre oder große Historie? Abo-Modell von CoinTracking. Der „billigste” Anbieter hängt fast nur an dieser Frage.

3. Prüfe die Berechnungsmethode. Für Deutschland gilt FIFO, seit dem BMF-Schreiben vom März 2025 wallet-bezogen betrachtet. Die DACH-Tools stellen das automatisch richtig ein; bei internationalen Tools kontrollierst du Land und Methode selbst – bei CoinTracker kann die Voreinstellung für Nicht-US-Kunden auf HIFO stehen.

4. Bereinige, bevor du kaufst. Fast alle Tools lassen dich kostenlos importieren und zeigen Fehlerlisten: fehlende Anschaffungskosten, unzugeordnete Transfers, unbekannte Coins. Erst wenn diese Liste leer ist, lohnt der Report – die Summen ändern sich sonst mit jeder Korrektur.

5. Sitz und Datenweg. Deine Transaktionshistorie ist ein komplettes Vermögensprofil. CoinTracking sitzt in München, Blockpit in Linz, Divly in Stockholm; chain.report wird von einer US-LLC betrieben, CoinTracker und CoinLedger sind US-Anbieter. Binde API-Schlüssel grundsätzlich nur mit Leserechten ein – seriöse Tools verlangen ohnehin nie Handels- oder Auszahlungsrechte.

6. Denke an den Nachweis. Ein Report mit einer Jahressumme reicht dem Finanzamt bei Rückfragen nicht. Achte auf Einzelnachweise pro Transaktion und hebe die Quelldaten (CSV-Exporte der Börsen) auf. Was das Finanzamt sehen will, beschreibe ich in meinen Artikeln zur Belegnachreichung und zum Krypto-Fragebogen des Finanzamts.

Mein Praxistipp: Importiere deine Daten parallel in zwei Tools – die kostenlosen Portfolio-Tarife machen das möglich, ohne einen Cent auszugeben. Weichen die Jahressummen deutlich ab, liegt es fast immer an unzugeordneten Wallet-Transfers, fehlenden Anschaffungskosten aus Altbeständen oder unterschiedlich kategorisierten Staking-Erträgen. Erst wenn zwei Tools ähnlich rechnen, würde ich den Report kaufen.

Mein Fazit

Für die meisten deutschen Krypto-Anleger ist CoinTracking die rundeste Wahl: die tiefste Verankerung im deutschen Steuer-Ökosystem von WISO bis DATEV, ein Beraternetzwerk für die schwierigen Fälle und ein Preismodell, das alle Steuerjahre abdeckt – gerade beim Aufarbeiten alter Jahre ein unschlagbarer Vorteil. Ich nutze es selbst seit Jahren; meine Erfahrungen findest du in der CoinTracking-Review. Über meinen Link* kannst du kostenlos mit der Portfolio-Ansicht starten und bekommst beim Kauf bis zu 15 % Rabatt (10 % plus 5 % extra bei Zahlung mit Bitcoin oder Lightning).

Mein persönlicher Platz 2 ist chain.report – nicht, weil es die meisten Features hätte, sondern weil es den unkompliziertesten deutschsprachigen Weg zum fertigen Report bietet: kostenlos erfassen, 59 € pro Steuerjahr, und mit dem Full Service eine echte „Abgeben-und-fertig”-Option. Über meinen Link* bekommst du 10 % Rabatt auf den Steuerreport; Details im chain.report-Test.

Wer ein besonders poliertes Produkt mit ausgefüllten Formularen will und nur ein oder zwei Jahre erklärt, macht auch mit Blockpit nichts falsch. Und wenn dein Depot vor allem aus DeFi-Positionen auf exotischen Chains besteht, führt an Koinly oder Kryptos als Rechenmaschine kaum ein Weg vorbei – den deutschen Feinschliff prüfst du dann eben doppelt.

Zu CoinTracking – kostenlos starten *

Häufige Fragen (FAQ)

Welches Krypto-Steuertool ist das beste für Deutschland?

Für die meisten deutschen Privatanleger ist CoinTracking die rundeste Wahl: über 400 Integrationen, deutscher Steuerbericht nach FIFO mit Haltefristlogik, Exporte für WISO Steuer, SteuerSparErklärung und DATEV, dazu ein Beraternetzwerk – und ein Abo-Modell, das alle Steuerjahre abdeckt. Wer es möglichst einfach und deutschsprachig will, fährt mit chain.report gut (59 Euro pro Steuerjahr für bis zu 5.000 Transaktionen, optional Full Service). Blockpit ist die beste Wahl für ein modernes Produkt mit fertig ausgefüllten Formularen, Divly für die präziseste Formular-Anleitung, Koinly und Kryptos für sehr DeFi-lastige Portfolios.

Was kosten Krypto-Steuertools?

Portfolio-Tracking ist bei fast allen Anbietern kostenlos, bezahlt wird der Steuerreport. Die Einstiegspreise: Divly und Waltio ab 39 Euro, Blockpit ab 49 Euro (50 Transaktionen), chain.report 59 Euro (bereits 5.000 Transaktionen), Koinly und CoinLedger ab 49 US-Dollar, Kryptos ab 39 US-Dollar, Coinpanda ab 79 US-Dollar – jeweils pro Steuerjahr. CoinTracking rechnet anders: 39 bis 769 Euro pro Jahr je nach Größe der Gesamthistorie, dafür sind Steuerberichte für alle Jahre enthalten. Bei vielen Transaktionen oder mehreren Jahren gehen die Modelle stark auseinander – die Staffeln stehen im Vergleich oben. Alle Angaben Stand 26. Juli 2026.

Gibt es komplett kostenlose Krypto-Steuertools?

Kostenlos ist bei den etablierten Anbietern das Erfassen und Portfolio-Tracking: bei Koinly bis 10.000 Transaktionen, bei Divly bis 25.000, bei Blockpit, chain.report, Coinpanda und CoinLedger ohne feste Grenze, bei Kryptos bis 100 Transaktionen. Der fertige Steuerreport kostet dagegen überall Geld. Für sehr einfache Fälle – wenige Verkäufe, eine Börse – kannst du die kostenlosen Übersichten aber durchaus als Rechenbasis nutzen und die Werte selbst in die Anlage SO übertragen.

Wann muss ich Krypto-Gewinne überhaupt versteuern?

Kryptowährungen zählen in Deutschland zu den privaten Veräußerungsgeschäften nach Paragraf 23 EStG. Verkaufst oder tauschst du Coins innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung, ist der Gewinn mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz steuerpflichtig – ab 1.000 Euro Gesamtgewinn pro Jahr (Freigrenze: wer darüber liegt, versteuert alles). Nach mehr als einem Jahr Haltefrist sind Gewinne komplett steuerfrei. Laufende Erträge aus Staking, Lending oder Airdrops sind sonstige Einkünfte mit einer eigenen Freigrenze von 256 Euro pro Jahr. Wichtig: Auch der Tausch Coin gegen Coin oder in einen Stablecoin ist eine steuerpflichtige Veräußerung.

In welche Anlage der Steuererklärung gehören Krypto-Gewinne?

Gewinne und Verluste aus dem Verkauf oder Tausch gehören in die Anlage SO (sonstige Einkünfte – private Veräußerungsgeschäfte), ebenso Erträge aus Staking oder Lending als Leistungen nach Paragraf 22 Nr. 3 EStG. Die Anlage KAP wird nur in Sonderfällen relevant, etwa bei bestimmten Krypto-Zinsprodukten mit Kapitalforderungscharakter. Tools wie Divly, Blockpit und CoinTracking bereiten die Werte so auf, dass die Zuordnung klar ist; Divly nennt sogar die konkrete Formularzeile.

Nach welcher Methode werden die Gewinne berechnet?

Für Deutschland gilt die FIFO-Methode (First in, first out): Die zuerst gekauften Coins gelten als zuerst verkauft. Nach dem BMF-Schreiben vom März 2025 wird dabei wallet-bezogen gerechnet, also je Wallet beziehungsweise Börsen-Konto getrennt. Die DACH-Tools CoinTracking, Blockpit und chain.report stellen das automatisch ein – chain.report wirbt ausdrücklich mit nach Konten separatem FIFO. Bei internationalen Tools solltest du Land und Methode in den Einstellungen prüfen; bei CoinTracker etwa kann die Voreinstellung für Nicht-US-Kunden auf HIFO stehen, was für die deutsche Erklärung nicht passt.

Woher weiß das Finanzamt von meinen Krypto-Geschäften?

Bisher vor allem über Auskunftsersuchen an Börsen und über Banküberweisungen. Seit dem 1. Januar 2026 kommt mit DAC8 beziehungsweise dem Crypto-Asset Reporting Framework eine systematische Meldepflicht dazu: Krypto-Dienstleister müssen Kundendaten und Transaktionen an die Steuerbehörden melden, der erste automatische Datenaustausch ist für 2027 vorgesehen. Spätestens damit ist die Annahme, das Finanzamt sehe Krypto-Gewinne nicht, endgültig überholt – eine saubere, belegbare Aufstellung wird zur Pflicht.

Kann ich mit den Tools auch alte Steuerjahre nachdeklarieren?

Ja, alle verglichenen Tools können Berichte für vergangene Jahre erstellen – entscheidend ist der Preis. Bei CoinTracking sind alle Steuerjahre im Abo enthalten, du importierst einfach die komplette Historie. Bei Blockpit, Divly, Koinly, Waltio und CoinLedger kaufst du für jedes Jahr eine eigene Lizenz. Coinpanda gibt an, Reports für alle Jahre in einem Plan zu enthalten. Wichtig beim Nachdeklarieren: Immer die vollständige Historie ab dem ersten Kauf importieren, sonst stimmen FIFO-Zuordnung und Haltefristen nicht.

Sind meine Daten bei den Tools sicher?

Alle verglichenen Anbieter sind Cloud-Dienste – deine Transaktionshistorie liegt also beim Anbieter. Achte auf zwei Dinge: Erstens, binde Börsen-APIs nur mit Leserechten ein; seriöse Tools verlangen nie Handels- oder Auszahlungsrechte. Zweitens, überlege, wo der Anbieter sitzt: CoinTracking (München), Blockpit (Linz) und Divly (Stockholm) unterliegen als EU-Anbieter der DSGVO, chain.report wird von einer US-LLC betrieben, CoinTracker und CoinLedger sind US-Anbieter. Ein Restrisiko bleibt bei jedem Cloud-Dienst – wer das nicht will, muss manuell rechnen.

CoinTracking oder Blockpit – was ist besser?

Beide gehören zur DACH-Spitze, unterscheiden sich aber im Kern beim Preismodell und der Ausrichtung. CoinTracking ist die tiefere Plattform: mehr Berichte, mehr Exporte (WISO, SteuerSparErklärung, DATEV), Beraternetzwerk, und ein Abo deckt alle Steuerjahre ab. Blockpit ist das modernere Produkt: aufgeräumte Oberfläche, fertig ausgefüllte Formulare nach BMF-Vorgaben, günstiger Mittelherkunftsnachweis – aber jedes Steuerjahr kostet einzeln. Faustregel: viele Jahre oder große Historie → CoinTracking; ein bis zwei Jahre und Wert auf Bedienkomfort → Blockpit.

Ersetzt ein Krypto-Steuertool den Steuerberater?

Nein. Die Tools bereiten Daten auf, sie beraten nicht – und sämtliche Anbieter schließen die Gewähr für die Richtigkeit ihrer Berechnungen aus. Für Standardfälle reicht der Report als Grundlage der eigenen Erklärung meist aus. Bei DeFi-Konstruktionen, hohen Beträgen, Altjahren mit Lücken oder einem laufenden Fragebogen des Finanzamts gehört ein Steuerberater dazu. Praktisch: CoinTracking und Blockpit haben eigene Beraternetzwerke, chain.report ein Partnerkanzlei-Programm samt Full Service.

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Quellen: Produktseiten und Preisangaben von cointracking.info, chain.report, blockpit.io, divly.com, koinly.io, waltio.com, cointracker.io, kryptos.io, coinpanda.io und coinledger.io sowie die jeweiligen Hilfe- und Deutschland-Seiten der Anbieter. Alle Preise wurden am 26. Juli 2026 auf den Preisseiten der Anbieter nachgesehen; Dollar-Preise verstehen sich vor Umrechnung. Ein vollständiger Praxistest aller zehn Tools mit demselben Portfolio war nicht möglich – Angaben zur steuerlichen Korrektheit sind daher überwiegend Anbieterangaben und keine unabhängige Zertifizierung. Steuerliche Rahmenangaben nach § 23 EStG, § 22 Nr. 3 EStG und dem BMF-Schreiben zur ertragsteuerlichen Behandlung von Kryptowerten vom März 2025.

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